+++ Am Sonntag, 02.09.18 um 15 Uhr ist Kick Off! Iron Swans vs. Oldenburg Knights Youngsters +++
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Nachgefragt: Ingo Solbig- Wolf, Headcoach Iron Swans

Nachgefragt: Ingo Solbig- Wolf, Headcoach Iron Swans

Wir haben mit ihm gesprochen:

Über das Spiel am Samstag, „seine“ Iron Swans und Privates.

Es ist einer der ersten wärmeren Frühlingstage. Die Sonne senkt sich langsam über das Homefield am Ladenbeker Weg und wäre es nicht schweißtreibende Knochenarbeit, die die Jungs da absolvieren, hätte die Szene der Irons in ihren Jerseys, Helmen und Shoulder Pads beim Training fast einen Touch Hollywoodromantik.

Die Jugend der Schwäne muss fit sein, wenn sie am Wochenende zu Gast in Buxtehude ihr ersten Saisonspiel gegen die Buxtehude Dragons bestreitet.

Neben mir steht Ingo Solbig–Wolf, eingefleischter Harburger, aber seit zwei Jahren Head Coach der 15 bis 19jährigen Bergedorfer Footballer. Der Weg zum Training, sagt Ingo, mache ihm nichts aus, „Bergedorf ist ja quasi um die Ecke“. Damals, bis vor drei Jahren, hatte Ingo die, wie er sagt, „Harburger-Flaggies“ trainiert. Irgendwann reichte ihm das nicht mehr. Nach einer Coaches Convention wollte er ein Tackle-Team auf Augenhöhe. Position Coach wollte er werden, so seine Vorstellung. Doch Tackle war in Harburg nicht möglich. Und unser damaliger zweiter Vorsitzender, Oliver Teschner, bot Ingo etwas anderes: Die Position des Head Coaches der damals fünf- bis siebenköpfigen Jugendmannschaft der Swans. Inzwischen hat sich Ingos Engagement herumgesprochen. Aus einer Hand voll Jungs ist ein imposantes Team mit 38 spielberechtigten Spielern geworden, etwa 90 Prozent davon kamen als Rookies. Viele Spieler sind, wie Ingo, aus Harburg. „Keine Abwerbung“, das ist ihm wichtig, zu sagen.

Was ihm in Bergedorf besonders gefalle? „Die geile Unterstützung!“ Die Teams halten zusammen; auf Hilfe aus dem Herrenteam könne er sich blind verlassen.

Ingo’s Ziele sind noch längst nicht ausgeschöpft. Er möchte eine solide Grundlage schaffen, eine Struktur für die spätere Herrenmannschaft geben.

„Wenn wir die Jungs dazu bringen, in diesem Hobby einen ernsthaften Sport zu sehen, für den man Opfer bringen muss, und sich mit dem Verein und diesem Sport zu identifizieren, haben sie für ihr späteres Leben einen guten Anker gesetzt“, beschreibt Ingo seine Philosophie.

Dass ihn Jugendarbeit und Sport begeistert, sieht man noch einmal deutlich, als er von seinen Kindern erzählt: Von seinem 15jährigen Sohn, dem Basketballer. Und von seiner 13jährigen Tochter, die aus gesundheitlichen Gründen in ihrem jungen Alter schon ihre Chearleadingkarriere ad acta legen musste.

Bei so viel Eifer ist es nicht überraschend, dass Ingo in der Jugendarbeit zu Hause ist. „Die Herren lassen sich schlecht trainieren“, sagt er. Und dass das absolut nicht negativ gemeint ist, unterstreicht er mit einem flammenden Plädoyer. Darüber, wie sich die Jugend an den Sport heranführen lässt. Und darüber, welches Können und Wissen sich die Herren im Laufe Ihres Spielerlebens angeeignet haben und welch gewachsene Strukturen sich ergeben.

Ingo ist kein Theoretiker; er hat lange selbst aktiv Football gespielt und sich im Anschluss zum Trainer fortgebildet.

„Privat“ ist Ingo Sachbearbeiter für Elektrofachausrüstung für Berufsschifffahrt im Betrieb seines Schwiegervaters. „Obi für große Schiffe“, wie er selbst sagt.

Verheiratet ist er seit 16 Jahren. Für Freunde bleibt in seinem ausgefüllten Leben kaum Platz. „Das macht nichts“, sagt er, und ist schon wieder beim Thema Football.

Bei so viel Elan ist es kein Wunder, was er sich für das Spiel am Wochenende erwartet: „Einen Sieg, ganz klar!“ Ingo kenne die Einstellung seiner Spieler. Und seine O-Line.

Wir drücken die Daumen.